Trends: Raw Food

Besonders in Erinnerung geblieben ist mir der "Rohvegan in den Sommer-Kurs", bei dem es sich streng genommen nicht einen "Kochkurs" im herkömmlichen Sinn handelte, denn der Herd blieb diesmal ausgeschalten. Mit der freundlichen Unterstützung von Pureraw, kreierten wir Quinoa Wraps, Zucchini Lasagne und einen Erdbeer Cheesecake. Ein wichtiger Bestandteil für alle Gänge waren Cashew-Nüsse, aus denen man die leckersten Cremes, Füllungen, Dipps, usw. herstellen kann. Einige der Ergebnisse könnt ihr oben in der Bildergalerie bewundern. Auch Grüne Smoothies in verschiedenen Varianten, die wir mit "Superfoods" wie der Chlorella-Alge, Goji-Beeren und Matcha-Tee verfeinerten, durften natürlich nicht fehlen. 

 

Ich begann schon einige Wochen vor dem Kurs mich mit dem Thema "Rohvegan" auseinander zu setzen. Schon lange bin ich Fan von Zucchini als Ersatz zu Weizen-Nudeln und kann nicht genug davon bekommen. Mit einem Spiralschneider, z.B. von Gefu, hat man Zucchini in kürzester Zet zu Pasta in verschiedenen Formen verarbeitet. Doch an Rohkost-Kuchen traute ich mich erst später ran. Heute weiß ich, dass Rohkost viel mehr ist als nur Salat. Man kann so Vieles auch in Rohkostqualität herstellen und fährt damit nicht nur kalorientechnisch besser, man erhöht die eigene Nährstoffzufuhr enorm. Bei der Rohkost geht es ja gerade darum, keine verarbeiteten oder erhitzten Lebensmittel zu sich zu nehmen, denn dadurch gehen all die kostbaren Nährstoffe, die die Natur für uns bereit hält, verloren. Bei der Zubereitung von rohen Speisen wird darauf geachtet, dass das Essen also nicht über 42 Grad erwärmt wird. Richtige Rohkost-Fans haben sich einen Dörr-Automaten zugelegt, der darauf abzielt alles schonend und langsam zu "garen", so dass garantiert keine kostbaren Vitamine oder Mineralstoffe verfliegen. Das ist jedoch kein Muss, denn für manche Gerichte lässt sich auch der Ofen zweckentfremden und man lässt während der Zubereitungszeit den Ofen offen und stellt in auf die kleinste Stufe. So sind wir zum Beispiel mit der rohen Lasagne verfahren. Für alle war es ein echtes Geschmackserlebnis. 

 

Nicht nur viel frisches Obst und Gemüse, auch sogenannte Superfoods stehen bei der rohveganen Ernährung auf dem Speiseplan.  Ganz egal ob in den Smoothie, das Müsli oder einfach so pur - bei vielen sind die kleinen Zaubermittel kaum mehr wegzudenken, denn sie verfügen über einen besonders hohen und konzetrierten Anteil an wertvollen Inhaltsstoffen. Das bereits oben erwähnte Chlorella-Pulver, stammt von einer Alge und hat auf den Körper eine entgiftende Wirkung. Sie ist reich an Chlorophyll, B-Vitaminen, Vitamin C und E, Beta-Carotin, Aminosäuren, Magnesium und Eisen. Sehr beliebt ist außerdem die Goji-Beere, eine kleine rote Wunderfrucht, denn sie vereitn nahezu alle essentiellen Nähr- und Vitalstoffe. 50 g von ihnen decken bereits den Eisenbedarf eines Menschen. Chia-Samen waren schon bei den Maya ein bewährtes Lebensmittel und fallen vor allem durch ihren Gehalt an Antioxidantien, Kalzium, Kalium, Eisen, Omega-3- und Omega-6 Fettsäuren positiv auf. Auch Maca ist eine allseits beliebte Ergänzung zu einer gesunden Ernährung. Die Wurzel stammt ursprünglich aus den Anden und wird in der Naturheilkunde gerne verwendet. Für Sportler oder Menschen, die viel mit ihrem Kopf leisten müssen, ist Maca optimal und steigert sowohl die körperliche als auch die geistige Leistungsfähigkeit. 

 

Ich kann nur jedem empfehlen mal in die Welt der rohveganen Ernährug hinein zu schnuppern. Es ist faszinierend wie man aus einer Lasagne im traditionellen Sinn, eine gesunde und doch überaus schackhafte Variante herstellen kann. Ohne Fleisch, ohne Sahne, ohne Käse, aber dafür mit ganz vielen Zutaten, die unserem Körper gut tun, uns fit und gesund halten. Schauen wir uns doch mal an aus was unsere Lasagne 2.0 besteht: Statt Nudelteig-Blättern verwenden wir Zucchini, die mit einem Sparschäler in dünne Scheiben geschnitten wird. Die Tomatensoße braucht gar nicht viele Zutaten um himmlisch lecker zu schmecken: Frische Tomaten, getrocknete Tomaten und Datteln. Alles zusammen kommt in den Mixer und wird mit Salz, Pfeffer und frischen Kräutern abgeschmeckt. Das wirkliche Highlight ist die "Käse-Creme", die jede Bechamelsoße in den Schatten stellt. Wir mixen Cashwes mit 1-2 Zehen Knoblauch, einer klein geschnittenen gelben Paprika und etwas Hefeflocken, Pfeffer und Salz und erhalten eine wunderbar würzige Creme. Diese drei Bestandteile werden abwechselnd geschichtet. Die letzte Schicht kann man nach eigenem Ermessung mit Tomatenwürfeln, Kräutern, Pinienkernen oder gleich allem zusammen dekorieren :-). Noch mehr leckere Rezepte findet ihr auch in Kirstin Knufmanns Kochbuch "Raw" oder in den unzähligen Rezepte-Blogs im Internet. 

 

Und nun viel Spaß beim rohveganen "Kochen" ;-).

 

 

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